Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale haben 160 Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen im Einfamilienhaus ausgewertet. Die Preise reichten von rund 20.000 bis über 60.000 Euro, im Durchschnitt rund 36.000 Euro. Fundament und Elektrik fehlten oft, den Heizkörpertausch enthielten fast 90 Prozent der Angebote nicht. Vergleichen Sie also nie Gerätepreise, sondern die fertige Anlage.
Als Richtwert rechnen wir für eine fertige Luft-Wasser-Anlage vor Förderung mit 190 bis 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, bei 140 Quadratmetern also 26.600 bis 42.000 Euro. Die Zahlen sind Richtwerte inkl. MwSt. vor Förderung. Welche Zahl für Ihr Vorhaben gilt, steht nach dem ersten Termin fest, und dann ist es ein Festpreis. Nach co2online kostet eine Erdwärmepumpe im durchschnittlichen Einfamilienhaus rund 30.500 Euro, eine Wasser-Wasser-Anlage rund 28.500 Euro, dazu kommen jeweils 8.000 bis 16.000 Euro für Kollektoren, Sonden oder Brunnen.
Förderung, Stand Oktober 2026, Antrag bis 31.01.2027: Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus ergeben für Selbstnutzer 46 Prozent, im Einfamilienhaus also 12.880 Euro. Mit Einkommensbonus sind bis 19.600 Euro möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (mit Kind unter 18 bis 40.000 Euro) bis 22.400 Euro. Für das erste Quartal 2027 plant der Bund, die Grundförderung für Wärmepumpen auf 15 Prozent zu senken, mit 15 Prozentpunkten Bonus für Geräte aus der EU; die Details stehen noch aus.
Im Stadtgebiet legt das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude 15 Prozent drauf, allerdings nur ohne Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus, mit BEG-Bewilligung und individuellem Sanierungsfahrplan, nicht wo Fernwärme vorhanden oder möglich ist, und mit Bund zusammen höchstens 60 Prozent. Bei Grundwasser und Erdwärme zahlt die Stadt zusätzlich 30 Prozent auf Kosten oberhalb der Bundesgrenze, höchstens 9.000 Euro, auch neben den Bundesboni.
Im Betrieb zählt der Strompreis. Mit Modul 2 nach § 14a EnWG sinkt der Arbeitspreis im Netzentgelt der SWM Infrastruktur 2026 von 6,47 auf 2,59 Cent je Kilowattstunde netto. Wärmepumpentarife mit eigenem Zähler lagen laut Verbraucherzentrale NRW (Daten August 2025) im Schnitt bei 24 Cent plus 140 Euro Grundpreis im Jahr, Haushaltsstrom 2026 bei 37,0 Cent. Unser Rechenbeispiel mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl 3,4 ergibt knapp 5.900 Kilowattstunden Strom, also rund 1.410 Euro plus Grundpreis.