Wärmepumpenstrom-Tarif in München | Zähler und Modul klar
Einen Wärmepumpenstrom-Tarif in München richtig aufzusetzen heißt mehr, als beim Stromanbieter ein Häkchen zu setzen. Wärmepumpen Installation München aus München plant Zählerplatz, Steuerbox und die Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung bei der SWM Infrastruktur, damit Ihre Wärmepumpe das reduzierte Netzentgelt bekommt und auf dem passenden Vertrag läuft.
Der Tarif entscheidet über einen Teil der Betriebskosten, die Effizienz der Anlage über den größeren. Wir rechnen beides aus der Heizlast Ihres Hauses, bevor Sie Zähler oder Vertrag ändern. Nach der Inbetriebnahme bleiben die Zählerstände Teil von Wartung und Service, denn an ihnen sieht man früh, ob die Anlage so effizient läuft wie geplant.
- Anmeldung nach § 14a EnWG über das SWM-Inbetriebnahmeportal
- Modulwahl mit Rechnung aus Ihrem Verbrauch
- Heizlastberechnung vor jedem Angebot
- Festpreis nach dem ersten Termin
Was zum Wärmepumpenstrom-Tarif in München gehört
Der günstigere Preis setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der eine ist der Arbeitspreis Ihres Stromlieferanten, der andere das Netzentgelt, das der Netzbetreiber nach § 14a EnWG senkt, wenn er Ihre Wärmepumpe im Notfall dimmen darf. Beide hängen am Zählerkonzept. Deshalb legen wir Zähler, Modul und Vertrag zusammen mit der Anlage fest und nicht erst, wenn die erste Stromrechnung kommt.

Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG
Jede neue Wärmepumpe mit mehr als 4,2 kW gilt seit 01.01.2024 als steuerbar. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei drohender Überlastung dimmen, aber nie unter 4,2 kW, und er darf den Anschluss nicht wegen Netzüberlastung ablehnen. Im Gegenzug sinkt Ihr Netzentgelt. Netzbetreiber im Münchner Stadtgebiet ist die SWM Infrastruktur; dort lagen bis Ende 2023 rund 9.200 Anträge auf das reduzierte Wärmepumpen-Netzentgelt vor.
Modul 1, Modul 2 und Modul 3 im SWM-Netz
Modul 1 ist eine Pauschale. Im Münchner SWM-Netz sinkt das Netzentgelt 2026 damit um 115,75 Euro netto im Jahr, ohne zweiten Zähler. Modul 2 senkt den Arbeitspreis des Netzentgelts für den Wärmepumpenstrom von 6,47 auf 2,59 Cent netto je kWh und verlangt einen separaten Zähler. Modul 3 gibt es seit April 2025 nur zusammen mit Modul 1. Im ersten und vierten Quartal kostet das Netzentgelt dann von 00:45 bis 06:45 Uhr 2,59 Cent netto je kWh, von 08:30 bis 20:45 Uhr 7,14 Cent.
Eigener Zähler oder ein Zähler fürs Haus
Mit eigenem Zähler läuft die Wärmepumpe auf einem eigenen Liefervertrag. Im Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW (Daten August 2025, 23 Anbieter) kosteten solche Tarife im Mittel 24 Cent je kWh plus rund 140 Euro Grundpreis im Jahr, mit einer Spanne von 20 bis 29 Cent. Wärmepumpentarife ohne eigenen Zähler lagen bei durchschnittlich 31,5 Cent und rund 200 Euro Grundpreis, mit im Mittel 145 Euro Entlastung über Modul 1. Haushaltsstrom kostet laut BDEW 2026 im Schnitt 37,0 Cent je kWh.
Zählerplatz und Leistung der Anlage
Für den Tarif ist nicht entscheidend, ob Sie Monoblock oder Split wählen, sondern die elektrische Leistung der Wärmepumpe und der Platz im Zählerschrank. Ein zweiter Zähler braucht einen freien Zählerplatz. Ob Ihr Schrank den hat oder umgebaut werden muss, sehen wir beim ersten Termin, und die Arbeit steht dann als eigene Position im Festpreis.
Rechenbeispiel für ein Münchner Einfamilienhaus
Rechnung mit 18.000 kWh Wärmebedarf
Angenommen, Ihr Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr für Heizung und Warmwasser. Mit der Jahresarbeitszahl von 3,4, die Fraunhofer ISE im Feldtest bei Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand im Mittel gemessen hat, sind das rund 5.300 kWh Strom. Mit eigenem Zähler zum Durchschnittspreis von 24 Cent kostet das etwa 1.270 Euro plus 140 Euro Grundpreis, zusammen rund 1.410 Euro. Dieselbe Menge zum mittleren Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent läge bei rund 1.960 Euro.
Die Feldtestwerte reichten von 2,6 bis 4,9. Bei 2,6 wären es rund 6.900 kWh Strom, bei 4,9 knapp 3.700 kWh. Die Effizienz Ihrer Anlage bewegt die Rechnung also stärker als der Tarif, und eine Arbeitszahl kann niemand vorab garantieren. Die Preise sind bundesweite Mittelwerte aus zwei Quellen mit verschiedenem Stand. Sie zeigen die Größenordnung, nicht Ihren Vertrag.
Wann Modul 2 mehr bringt als Modul 1
Modul 2 spart im Münchner SWM-Netz 3,88 Cent netto je kWh. Bei 5.300 kWh sind das rund 205 Euro netto im Jahr, also mehr als die Pauschale von 115,75 Euro aus Modul 1. Allein beim Netzentgelt liegt die Grenze bei knapp 3.000 kWh Wärmepumpenstrom. Darunter, etwa in einem gut gedämmten Haus mit kleiner Heizlast, bringt Modul 1 auf dem vorhandenen Zähler mehr. Ob sich ein zweiter Zähler trotzdem lohnt, entscheiden Zählerplatz, zweiter Grundpreis und Liefertarif; das rechnen wir mit Ihren Werten.
So melden wir Ihre Wärmepumpe bei den SWM an
Netzanmeldung, Zähler und Tarif laufen parallel zur Planung. Die Reihenfolge zählt, weil Ihr Lieferant den Wärmepumpentarif erst zuordnen kann, wenn Anlage und Zähler beim Netzbetreiber gemeldet sind.

1. Verbrauch, Leistung und Zählerplatz prüfen
Beim ersten Termin nehmen wir die Daten für die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 auf, sehen in den Zählerschrank und prüfen, welche Leistung die Wärmepumpe haben wird. Daraus ergibt sich der erwartete Stromverbrauch, und aus dem Verbrauch die Entscheidung zwischen Modul 1 und Modul 2.
2. Anmeldung im Inbetriebnahmeportal
Die Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung stellt ein eingetragenes Installationsunternehmen über das Inbetriebnahmeportal der SWM Infrastruktur, Rubrik § 14a. Das übernehmen wir. Bis der Netzbetreiber die netzorientierte Steuerung freigibt, gilt eine präventive Steuerung bis 4,2 kW je Gerät.
3. Steuerbox, Messung und Liefervertrag
Für die BEG-Förderung braucht die Wärmepumpe eine Schnittstelle nach § 14a, und nach der Inbetriebnahme ist ein intelligentes Messsystem zu beantragen. Gefördert wird außerdem nur mit Strom- und Wärmemengenmessung. Den Liefervertrag schließen Sie selbst ab. Wir sagen Ihnen, welche Zählernummer und welches Modul darin stehen müssen, damit die erste Heizperiode nicht zum Haushaltspreis läuft.
Warum Eigentümer in München erst rechnen lassen
Erst Effizienz, dann Tarif
Ein günstiger Vertrag rettet keine Anlage, die zu groß ist und ständig taktet. Im Fraunhofer-Feldtest war genau das bei vielen Geräten der Fall, während der Heizstab bei Luft-Wasser-Anlagen nur 1,3 Prozent des Stroms zog. Ausreichend große Heizkörper erlauben ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen wie eine Fußbodenheizung. Ob sich Laufzeiten in die günstigen Nachtstunden von Modul 3 verschieben lassen, hängt am Speichervolumen; das klären wir unter Warmwasser und Pufferspeicher.
Zählerstände als Kontrolle
Strom- und Wärmemengenzähler zeigen Ihnen nach dem ersten Betriebsjahr Ihre tatsächliche Jahresarbeitszahl. Liegt sie deutlich unter der Planung, suchen wir die Ursache in Heizkurve, Abgleich und Taktung, denn der Tarif ändert an der Arbeitszahl nichts, und das klären wir vor jedem Anbieterwechsel.
Andere Netzgebiete im Umland
Die SWM-Werte auf dieser Seite gelten für das Netz der SWM Infrastruktur. Liegt Ihr Haus in einem anderen Netzgebiet, gilt dessen Preisblatt, und die Grenze zwischen Modul 1 und Modul 2 verschiebt sich. Für den Münchner Osten finden Sie den Einstieg unter Wärmepumpenstrom-Tarif in Kirchheim b. München. Bei Häusern außerhalb der Stadt klären wir von München aus zuerst, welcher Netzbetreiber zuständig ist.
Quellen: SWM Infrastruktur, Preisblatt Strom 2026; SWM Infrastruktur, steuerbare Verbrauchseinrichtungen, Stand 2026; Bundesnetzagentur, § 14a EnWG, Stand 2026; Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Wärmepumpenstromtarife, Daten August 2025; BDEW Strompreisanalyse, August 2026; BEG Einzelmaßnahmen, Richtlinie Juli 2026; Fraunhofer ISE, Feldtest WP-QS im Bestand, November 2025.
Häufige Fragen zum Wärmepumpenstrom-Tarif
Brauche ich für einen Wärmepumpenstrom-Tarif einen zweiten Zähler?
Nicht zwingend, aber für die günstigeren Angebote schon. Tarife mit eigenem Zähler lagen im Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW im Mittel bei 24 Cent je kWh, ohne eigenen Zähler bei 31,5 Cent. Der zweite Zähler ist außerdem Voraussetzung für Modul 2 beim Netzentgelt. Ob in Ihrem Zählerschrank Platz dafür ist und ob sich der Aufwand bei Ihrem Verbrauch rechnet, klären wir beim ersten Termin.
Was kostet der Strom für eine Wärmepumpe in München im Jahr?
Für ein Einfamilienhaus mit 18.000 kWh Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,4 fallen rund 5.300 kWh Strom an, mit eigenem Zähler zum bundesweiten Durchschnittstarif etwa 1.410 Euro im Jahr. Die tatsächliche Summe hängt vor allem an der Effizienz der Anlage und weniger am Tarif. Wir rechnen den Verbrauch aus der Heizlast Ihres Hauses, bevor Sie einen Vertrag wählen.
Darf die SWM meine Wärmepumpe im Winter abregeln?
Die SWM Infrastruktur darf die Leistung bei drohender Netzüberlastung dimmen, aber nie unter 4,2 kW. Das regelt § 14a EnWG für Wärmepumpen über 4,2 kW, die seit 01.01.2024 neu angeschlossen werden; im Gegenzug sinkt Ihr Netzentgelt. Ob Ihr Haus mit 4,2 kW warm bleibt, zeigt die raumweise Heizlastberechnung, die wir vor jedem Angebot machen.
Lohnt sich ein Wärmepumpenstrom-Tarif, wenn ich Photovoltaik auf dem Dach habe?
In der Regel bleibt er sinnvoll, weil auch mit Solaranlage der größere Teil des Stroms aus dem Netz kommt. Fraunhofer ISE nennt für Häuser mit Wärmepumpe und Photovoltaik ohne Batterie 25 bis 40 Prozent Autarkie über Gebäude und Jahr, der Rest kommt aus dem Netz. Bei getrenntem Zähler hängt es vom Zählerkonzept ab, ob Solarstrom direkt in die Wärmepumpe fließt. Das planen wir vor der Montage.
Wann kann ich nach dem Einbau der Wärmepumpe den Stromtarif wechseln?
Sobald die Anlage bei der SWM Infrastruktur angemeldet ist und der Zähler sitzt, auf dem der Tarif laufen soll. Die Anmeldung stellt das eingetragene Installationsunternehmen über das Inbetriebnahmeportal, danach schließen Sie den Liefervertrag mit Zählernummer und Modulwahl. Planen Sie den Wechsel deshalb schon beim Angebot ein, damit die erste Heizperiode nicht zum Haushaltspreis abgerechnet wird.
Jetzt Beratung zum Wärmepumpenstrom anfragen
Nennen Sie uns Heizung, Zähler und Verbrauch, wir rechnen Modul und Tarif für Ihr Haus durch. Erstberatung anfragen oder anrufen: 01579 2834995.